Jugend-Autorennacht 2007

und

Der Countdown für die REspect4you-Autorennacht, die in diesem Jahr zum 5. Mal stattfindet, läuft! Junge Autoren zwischen 15 und 25 Jahren sind aufgefordert, ihr literarisches Talent unter Beweis zu stellen.

Das diesjährige Motto lautet: "Nix wie weg!?"

Einsendeschluss ist der 13. Juli 2007.

Am 16. September werden die literarischen Texte im Ruhrfestspielhaus präsentiert."Nix wie weg!?" wurde in diesem Jahr als Motto ausgewählt, weil schon jeder einmal an Abhauen, Flüchten, Weggehen oder Auswandern gedacht hat. Der Fluchtinstinkt ist uralt. Wo scheinbar unüberwindbare Gefahren und Probleme auftauchen, hilft nur noch die Flucht - oder auch nicht. "Nix wie weg!?" könnte der Titel einer wirklich erlebten Geschichte sein, ein Traum oder eine Fantasie. Der eingereichte Text kann ein Gedicht sein, ein Songtext, eine Kurzgeschichte, ein Auszug aus dem ersten Roman, eine SMS-Sammlung oder ein Tagebucheintrag. Das Werk darf lustig sein oder ernst, gereimt oder ungereimt, philosophisch oder experimentell.

Wichtig ist nur, dass der Text den Umfang von fünf DIN A4 Seiten nicht überschreitet. Die Einsendung erfolgt bis zum 13. Juli 2007 per e-mail an barbara.lemke@recklinghausen.de.

Eine Jury wird aus den Einsendungen zwölf Texte auswählen. Diese Gewinner haben die Möglichkeit, an einer von einem professionellen Autor geleiteten Schreibwerkstatt teilzunehmen und ihren Texten vor der Präsentation ihren letzten Schliff zu geben. Am 16. September 2007 werden die literarischen Texte im Ruhrfestspielhaus präsentiert.Die REspect4you-Autorennacht wird gemeinsam veranstaltet von REspect4you* und der Neuen Literarischen Gesellschaft Recklinghausen.

*REspect4you ist ein Projekt der Stadt Recklinghausen (FB 41 und FB 51) in Kooperation mit der Altstadtschmiede und den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Bei Fragen steht Ihnen Barbara Lemke unter der Telefonnummer 02361-501958 gerne zur Verfügung.

Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstützung von:

 

 
 
Textbaustein zur U 25 - Autorennacht 2007

Jeder will irgendeinmal weg! Hape Kerkeling mit seiner Wanderung auf dem Jakobsweg nach Spanien hat mit seinem Buch "Ich bin dann mal weg!" einen späteren Akzent für unser Schreibthema gewählt. "Nachtzug nach Lissabon" ist der Titel eines Bestsellers von Paul Mercier, in dem die Flucht eines Schweizer Lehrers nach Lissabon der Auslöser für eine lange Forschungsreise nach ausßen und innen geworden ist.

Abhauen, Flüchten, Weggehen, Ausziehen, Auswandern - das sind nur einige Verben, die ein Phänomen beschreiben, an das jedermann schon einmal gedacht hat: Es ist eine Ursituation.
Der Fluchtinstinkt hat die Jahrtausende überdauert. Wo Gefahr und wo Probleme auftauchen, die unüberwindbar scheinen, wo man mit sich selbst wieder ins Reine kommen will, wo einen die Enge seiner Welt zu stark belastet, hilft die Flucht - oder auch nicht!
"Wer hinausgeht, muss auch wieder hereinkommen." Das hat Herbert Wehner einmal gesagt. Und wer hinauszieht, kommt meist auch einmal wieder. Denn auch das Heimkommen gehört zum Weggehen.
Die Psychologie nennt das Eskapismus.
Die Literatur hat dieses Phänomen tausendfach bearbeitet.

"Nix wie weg!?" drückt umgangssprachlich den inneren und/oder äußeren Appell aus, der genetisch und gesellschaftlich mächtig in uns lebt. "Es ist zum Weglaufen!" sagen die einen. Die anderen - aus Verliebtheit - wollen zusammen abhauen. Fast alle Kinder drohen ihren Eltern einmal an, dass sie weggehen wollen. Das Fernweh lockt viele auf eine unbestimmte Reise in Abenteuer. Der Forscherdrang hat viele Mutige zu Expeditionen getrieben. Einige flüchten nur in ihren Träumen oder Tagträumen. Millionenfach flüchten in der Welt Menschen vor Hunger, Elend, Krieg und Gewalt.

Nehmt den Ausruf als Impuls zum Schreiben eines Erlebnisses, eines Fantasieproduktes, eines Traumes, eines Zwangs, eines Wunsches, dem man sich zeitweise oder ganz nicht entziehen kann.

Welche Textssorte ihr wählt, ist egal: Gedicht, Hip-hop-Text, Erzählung, Romananfang, Kurzgeschichte, Essay...Hauptsache, ihr schreibt! Schreibt, was euch auf der Seele brennt, was euch bewegt und berührt (hat).